AKTUELL:

Corona-Krise 2020 IM mAI

Liebes Publikum der KammerspieleGuntherMalzacher,

liebe Freunde, liebe Freunde von Theater, Lesung und Konzert

 

in diesen Wochen erleben wir die katastrophalen Auswirkungen einer weltweiten Pandemie. Viel wird in den Medien darüber gesprochen. Die Welt stand wochenlang still und beginnt hoffentlich umsichtig, sich allmählich wieder zu drehen.  Oft hört man in den letzten Wochen Statements der unterschiedlichsten Kulturvertreter, daß Kunst, Theater, Oper, Konzert, etc, so wichtig seien, wie nie; oder: unverzichtbar, auch existenzielles Nahrungsmittel, diese selbstbewußten Äußerungen werden sicher bei manchen von Ihnen die Frage auf, warum Kunst und Kultur ein Lebenselixier sein sollten. Hier einige Gedanken:

 

Die 4 wesentlichen  Richtungen künstlerischer Auseinandersetzung sind seit Menschengedenken unverzichtbares und nicht weg denkbares Lebensmittel… Immer war es für die Menschheit existentiell, offene Fragen und Konflikte über künstlerischen Ausdruck zu reflektieren.    Die genannten, Zeitgeist reflektierenden Künste, werden von uns als ähnlich gewinnbringend für die menschliche Existenz erkannt, wie die Religion. Sie verleihen gegenwärtige Identität. Sie erinnern an verloren gegangene Identitäten unserer Vorfahren und sie weisen –zukunftsorientiert- den Menschen die Richtung zu sich immer erneuernder  Identitätsfindung.   Künste  sind Bindeglieder zwischen den Generationen und zwischen Nationen. Sie schaffen wortlose Brücken, fernab des Sprachengewirrs oder menschlicher Vergänglichkeit. Sie machen uns unterscheidbar, wecken Interesse für das ANDERE der jeweiligen fremden Identität. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Kultur, die unser tägliches Miteinander formen,  neben unserem christlichen Fundament, überhaupt ermöglichen. In unserer Zeit als so selbstverständlich empfunden, daß wir den sozialen Stellenwert, den Kunst zu jeder Zeit einnahm und einnimmt,  nicht mehr erkennen, gar erkennen wollen und ihre Existenz fahrlässig gefährden…   Nie war dieses Thema aktueller, als in der gegenwärtigen Krise.

 

Kunst, Musik, Theater und Literatur sind SOZIALE Komponenten unserer Gesellschaft. Sie gehören zum Besten was Nationen hervorgebracht haben und hervorbringen; Was noch heute zu Annäherung und Austausch unter aller Fremdheit aufruft und animiert.  Es bedarf  engagierter  Kulturpolitik, die wach ihre Augen kreisen läßt, nicht der Fliehkräfte und des Desinteresses, die sich in Landtagen und Gemeinden Bahn brechen: Ihr Berechtigungsdasein ist mit Radwegen und KitaS durchaus gleichzusetzen, wenn man bereit ist ihre Wertigkeit zu durchschauen.

Es gilt Berührungsängste zu überwinden, das ist leicht in der Begegnung. Denn die emotionale, oft tiefgreifende Erfahrung, der jeder Mensch ausgeliefert ist, der sich auf   die großen Künste einläßt, arbeitet und wirkt im Stillen. Wer sich berühren und bewegen läßt, ist infiziert und fasziniert, ist aus seiner ungefährdeten Umlaufbahn geworfen.  Ist ausgeliefert und wird wachgeküßt. Das Leben ist mehr als eine Perlenkette zahlreicher Events. Emotionen, die uns aufwühlen, beunruhigen, aufregen, besänftigen, lachen und weinen machen, sodaß wir als jemand anderes gehen, als der wir gekommen waren, bilden den großen Ozean LEBEN, dem wir ausgeliefert sind.

 

Künste sind systhemrelevant.

Bleiben Sie ihnen gewogen und vor allem: 

Bleiben Sie gesund  

 


Was wir möchten:

begeistern-bewegen-berühren-beteiligen-

betroffen machen

Die Aktivitäten der

Kammerspiele Gunther Malzacher

zielen darauf ab, Menschen aller Altersgruppen der dörflichen Gemeinschaft den Weg zu Kultur zu öffnen. Dabei soll besonders das eigene Erleben geweckt werden. Zu sehr reduziert sich der Begriff Kultur in unserer Zeit zunehmend auf den Aspekt der reinen Unterhaltung. -

Kultur aber ist mehr.  Kultur kommt die Aufgabe

zu, alle menschlichen Bereiche unserer Gesellschaft wach zu halten. Wenn uns das Selbstverständnis abhanden kommt, selbst mit ihr Kontakt aufzunehmen, werden wir ihre Notwendigkeit bald aus dem Auge verloren haben. Wenn wir selbst nicht mehr Theater spielen, musizieren, malen, schreiben, tanzen,  wird der Faden zwischen uns und der Lesung, der Opernvorstellung, dem Konzert schon bald zerrissen sein. Kritiklos würden wir uns berieseln lassen, Wir möchten ein Forum schaffen, das einer breiten Bevölkerungsschicht Gelegenheit bietet, ihre kulturellen und künstlerischen Aktivitäten aus dem  „ Stillen Kämmerlein „ hinaus an die Öffentlichkeit zu tragen, das Jugendlichen Perspektiven öffnet. So kann auch Kultur neben dem Sport wieder zum Thema werden.  In gemeinsamer kultureller Beschäftigung liegt unsere Chance, soziales Verhalten auf ein solides Fundament zu setzen. Aber auch den Einzelnen kann der lebenslang gewachsene intensive Kontakt zu kulturellem Erleben  helfen, schwierige Lebensphasen durchzustehen.


"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne."

Barockoko 2020 wirft seine Schatten voraus...
 
Gestern ( 5.2.2020 ) hatten wir die erste Leseprobe von Marivaux´s "Der Streit". Ich freue mich riesig darauf, das Stück nach 6 Jahren noch einmal zu inszenieren, in einem völlig anderem Kontext. Ich war gespannt, wie die Jugendlichen zwischen 18 und 21 Jahren auf das Stück reagieren würden. Ein Stück von 1744 und Marivaux war ja auch nicht mehr so jung, als er es schrieb. Geboren 1688. Und siehe da: Wir hatten 2 1/2 Stunden totalen Spaß Ausgelassenes Lachen über die pointierten Texte, Empörung über die narzistischen jungen Akteure im Stück, die unter Liebe nur das eigene Fühlen im Sinn haben, überschlugen sich. Was für ein zeitlos tolles Stück. Die Freude es aufzuführen, noch dazu in unserem speziellen Rahmen, war groß. Unsere Aufführung an der Musikschule Grassau war etwas ganz Besonderes. Wir hatten ein Orchester und die jungen Darsteller haben gesungen, solo und im Chor und ich hatte es in eine zeitkritische Rahmenhandlung gesetzt. Die gibt es diesmal nicht. Das ist sicher. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.


Highlight 2018, New York, Carnegie Hall

Ich muß es noch ein bißchen festhalten:

Die USA-Reise mit dem Bayerischen Staatsorchester im März / April 2018. Von dort ging es für mich nach Philadelphia für unser Thaleia-Projekt.



Liebe Besucher,

 

auf diesen Seiten möchte ich Ihnen einen Einblick in meine Arbeit geben.

 

So vieles hat sich inzwischen zusammen-gefunden, daß ich mich entschlossen habe, meine bisherige Homepage www.kammerspiele-gunthermalzacher.com aufzulösen und unter meiner neuen Web-Präsenz einzubinden.

 

Natürlich wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis alte und neue Inhalte zu ihrer vorzeigbaren Form finden.

 

 

Ich arbeite dran und hoffe, daß Ihnen zukünftig das Durchstöbern der Seite nicht nur Info beschert, sondern mein buntes Allerlei auch Spaß macht.

 

Ihre

                 Loretta Wollenberg